Montag, 14. Mai 2012

Übung in U-Boot-Ausschnitten

Die Aufgabenstellung: Ein Shirt, das super sitzt, im Schnitt an verschiedene Größen leicht anpassbar ist und die Vorzüge der Trägerin unterstreicht, dabei aber auch im Job tragbar ist. Speziell die (etwas größer gewachsenen) Lehrerinnen werden es mir nachfühlen können: Wir wollen weder beim Tafelanschrieb nacktes Taillenfleisch sehen lassen, noch beim Beugen über Schülerhefte ein Buch vor's Dekollete halten müssen, damit nichts herausfällt. Aber lange Schlabbershirts müssen es doch nicht sein, oder?

Ein leicht überlanges, tailliertes Shirt zu konstruieren, ist nicht schwierig. Ich habe mich für schmale, schlichte 3/4-Ärmel entschieden, die exakt am Pivot Point anschließen. Aber der Ausschnitt? Hochgeschlossen, aber nicht piefig? Ein bisschen ungewöhnlich?

Das hier war der erste Versuch: ein kleines Schiffchen oben, weniger ein U-Boot, daran ein doppelt gelegtes, exakt geschnittenes Bündchen gesetzt.



Angezogen sieht es weniger nach Schlafanzug aus als auf der Puppe, aber irgendwie fand ich das zu brav.

Zweiter Versuch:



Hier ist das Schiffchen zu einem veritablen U-Boot ausgeschnitten, nur mit Pünktchenstoff hinterlegt und mit Ziernaht abgesteppt. Da das Shirt sehr exakt sitzt, schlabbert der weite Ausschnitt kein bisschen.
Ha! Aufgabe gelöst!

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