Dienstag, 23. Juli 2013

Tutorial - halbgefüttertes ärmelloses Kleid


... ich bin grad im Flow, was die WIPs und Tutorials angeht, also, auf ein Neues.



Genäht hab ich hier die eierlegende Wollmilchsau insofern, als alle meine Sommerkleider in der Wäsche sind oder zumindest gebügelt werden müssten, es in meiner Nähmansarde aber zum Bügeln nun wirklich zu heiß... Und ja, dieses Kleid oben ist nicht wirklich bürotauglich, aber ich hab ein Südbüro mit Innenjalousien und natürlich ohne Klimaanlage, gestern hatte es da über 40°C, das gibt mildernde Umstände, finde ich. Genug des OT.
Jedenfalls ist dies ein bügelfreies Kleid aus vorhandenen Streichelstöffchen und wirklich fix genäht. Von der Schnittentwicklung zum fertigen Kleid keine 3 Stunden. Was ich euch hier zeigen will ist, wie man ein ärmelloses Kleid füttert. Das Prinzp, hier gleich gezeigt an einem 4-Teile-Jersey-Kleid, funktioniert genauso an einem Etuikleid aus Wollstff mit knielangem Seidenfutter, langem Seitenreißverschluss und viiiielen Abnähern.

4 Teile, wie gesagt: Vorderteil, Rückenteil und nach demselben Schnitt, nur etwa brustlang, zwei Futterteile. Wichtig ist, dass diese aus ebenso dehnbarem (oder eben nicht dehnbarem) Stoff sind wie der Oberstoff.

Das Vorderteil, provisorisch auf die Puppe gesteckt.

Mit halbem Futter, rechts auf rechts draufgelegt. Alles klar?

Zusammenstecken...
Ärmel- und Halssäume nähen, aber Achtung! An den Schulternähten ein paar cm vor Ende der Naht aufhören!
Auf der Rückseite auch, hier hab ich die Nahtlinien und -enden mal einigermaßen nachgezeichnet.
Wenden, Oberstoff an den Schulternähten rechts auf rechts stecken, zusammennähen.
Dasselbe mit den Schulternähten des Futterstoffes. Das ist mächtig fummelig, ich empfehle viiiiele Nadeln und NICHT mit der Ovi zusammennähen (zu Fehler- und Lochreinschneid-gefährlich).

Mein Ergebnis. Nicht dolle! Macht's besser! ^^
Jetzt glattziehen und zwischen Rückenteil und Rückenteilfutter greifen, die"Träger" ein Stück herausziehen. Nun lassen sich die eben offengelassenen Enden der Nähte schließen, alle 4. Das geht ganz leicht und ungefährlich wieder mit der Ovi.
Nun können die Seitennähte in jeweils einem Stück geschlossen werden: Beim Saum anfangen und am Saummende des Futters wieder aufhören. Die Ansatzpunkte schön exakt aufeinander.
Wer zwei gleich dicke Stoffe für innen und außen verwendet hat, muss nur noch säumen und ist fertig. Ich habe einen ganz feinen Modaljersey verwendet, der würde "herauskrabbeln". Daher werden die Armlöcher und der Halsausschnitt nochmal mit einem elastischen Stich abgesteppt. 

Damit das nicht allzusehr beutelt und wellt, nehme ich (immer, immer, immer bei elastischen Stoffen) den Oberstofftransporterfuß.

 Nun musste ich doch ein bisschen bügeln... 
Supergenaumeier heften das Futter noch mit ein paar Stichen an der Seitennaht fest.
Und nun: Saum dran und *Tusch* FERTIG!











Kommentare:

  1. Das ist wunderschön! Sowohl der Schnitt, als auch der Stoff gefallen mir total. Hoffentlich bin ich auch bald so weit, dass ich das hinbekomme.
    LG
    Yvonne

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  2. Danke! Das ist wirklich nicht schwer - ich habe hier einen gut passenden Shirtschnitt verlängert und fertig war der Kleiderschnitt ;)

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  3. Hört sich recht einfach an ;)
    LG
    Yvonne

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