Sonntag, 18. Juni 2017

Geburtstagsshirt und ein neuer Sportbeutel

Wer errät, wie alt das Geburtstagskind wird, darf sich einen Keks nehmen.




Sonntag, 11. Juni 2017

Rucksacktaugliches Kleid - eierlegende Wollmilchsau

Manche Fragestellungen tauchen erst deutlich auf, nachdem frau sie seit Jahren für so unlösbar hält, dass sie erst gar nicht groß drüber nachgedacht hat. Nämlich:

Wenn ich mehrtägige Wanderungen unternehme und abends in spontan gefundener Zivilisation noch wo was essen gehen will, brauche ich eine zweite Garnitur Klamotten (weil die Wanderklamotten durchgeschwitzt und/oder dreckig sind, teilweise durchgewaschen werden müssen oder wenigstens auslüften sollten). Dieser 2. Klamottensatz ist aber immer entweder für den Nobelschuppen unpassend oder für den Imbiss overdressed, grundsätzlich zu schwer und zu sperrig und außerdem völlig zerknittert, wenn er aus dem Rucksack kommt. Und obendrein am 2. Abend meist auch schon reif für die Wäsche.

Voilà, here's the solution (zumindest für den Sommer): Das knöchelllange KofferRucksackkleid aus Funktionsjersey, der jeden Fleck verzeiht, knitterfrei ist, blitzschnell durchgewaschen und getrocknet UND atmungsaktiv. Ein paar minimalistische Sandälchen oder Chucks dazu, ein großes Tuch um die Schultern - fertig.




Der Knaller ist natürlich der Rückenausschnitt. Und dank des überkniehohen Schlitzes kann man mit dem Kleid sogar Radfahren.


Der Schnitt basiert auf dem Kleiderbaukasten, allerdings gründlich überarbeitet:

  • Das Top ist gedoppelt (die eingeschlagenen Kanten, die im Buch dafür vorgesehen sind, sind IMHO absolut unprofessionell und mit diesem glatten fluddeligen Stoff vermutlich eh nicht realisierbar - der ist so knitterfrei, den kann man nichtmal bügeln!) und sauber verstürzt, ohne dass abgesteppt werden musste. Den Trick dazu zeige ich demnächst mal.
  • Der Rückenausschnitt ist von einem anderen meiner Kleiderschnitte abgekupfert und "maximalisiert", dass so gerade eben die BH-Träger verdeckt bleiben.
  • Die Passe ist an das Rockteil "angeschnitten" (lustiges Wort).
  • Der gerade Rock ist um 45 cm verlängert, ein Schlitz mit großzügigemUntertritt eingearbeitet.
Der erste Einsatz dieses Kleides erfolgt vermutlich morgen, probeweise zum Konzert, und am kommenden langen Wochenende irgendwo am Rheinsteig.

Montag, 5. Juni 2017

Experiment und Bewährtes

Gestern musste ich ein bisschen die Sonne meiden, das geht gut im Nähstübchen. Herausgekommen ist zunächst ein weiteres Kleid aus dem Kleiderbaukasten, diesmal aus türlis-petrolfarbener Slubware mit Pünktchen, 6-Bahnen-Rock, breiter Passe, Carmenoberteil und superkurtzen Ärmelchen. Lieblingskleid-Anwärter.


Dann habe ich die Pumphose aus "Ein Schnitt vier Styles" ausprobiert, wie im Buch vorgeschagen mit Jersey im Jeanslook. Ziel des Experiments war, einerseits herauszfinden, ob das Dingen überhaupt was taugt und andererseits, welche Änderungen ich vornehmen müsste, wenn ich die Beinteile anstatt aus Jersey aus Webware nähen wollte (um eine Hose auch für andere als reine Schlumperlzwecke zu gewinnen).
Antwort: Schnitt taugt, passt ohne Anpassungen makellos und sollte, sofern das Bündchen dehnbar genug ist, problemlos aus leichter, etwas elastischer Webware geschneidert werden. Ich werde berichten.

Sieht fast aus wie Jeans


mit umgeschlagenem Bund - tragbar und sichtbar
mit hochgeklapptem Bund - liegt schön glatt und schmeichelt dem Bauch

Sonntag, 28. Mai 2017

Produktives langes Wochenende


Ich war wirklich fleißig. Fange mit vorstellen der Ergebnisse hinten an.

Heute habe ich in meinem immer wärmer werdenden Näh-Dachzimmer ein Kleid aus dem neu erstandenen Buch "Ein Schnitt, vier Styles" von Rosa P, genäht, mit passender Leggings. Da letztere an der Puppe flach hängt, sieht sie breiter aus als sie ist. Das Kleid ist bei mir gerade knielang.

Ich habe den Schnitt aus feingestreiftem Jersey mit Glitzersternen in Größe M genäht und keine Veränderungen gegenüber dem Original vorgenommen, außer dass ich die Ärmellänge meinen Vorstellungen angepasst habe, es gibt nur superkurze Ärmel im Buch und dann wieder 3/4-Länge, ich wollte aber etwas zivilere "kurze" für meine momentan nicht ganz perfekt definierten *hust* Oberarme.

Erstes Fazit: Mir passt auch hier beim Kleid Größe M, allerdings sollte ich auch hier künftig die Abnäher im Rückenteil vergrößern (große Überraschung) und finde beim Kleid die Ärmel recht eng​(das sind sie bei denen aus dem Kleiderbaukasten-Buch von Rosa P,. aus dem die letzten meiner Kleider allesamt sind, nicht). Nächstes Mal werde ich die Ärmel einfach mit 0,5 cm mehr NZG schneiden und die Armkugel dann nicht so sehr straffen.

Die Leggings in Größe M - passen perfekt​​. Ich bin total von den Socken. Hier habe ich 7/8-Länge genäht, aber wenn ich den Teil drandenke, der bei "lang" im Schntt dazugehört, dann wäre auch die Länge perfekt.

Bisher hatte mir noch nie ein Schnitt von Leggings gepasst, auch nicht recht nach Anpassungen. So richtig draufhalten und vergleichen kann ich nicht, weil die anderen Schitte ja in Gr. L oder XL vorliegen. Aber zwei wesentliche Unterschiede sind:

1. Hier ist die "Kurve" für den Poppes kaum tiefer als für vornerum, nur schräger und damit länger.

2. Die Taillenweite ist so berechnet, dass das eingezogene Gummiband nur wenige cm kürzer ist als die geschnittene Taillenweite der Leggings. Muss halt über die Hüften gehen. Im Grunde passte die Leggings auch schon ohne Gummiband, das ist nur die "Antirutschversicherung". Es ist also nix gekräuselt, wenn ich das Dingen anhabe. Und deshalb trägt der Bund kaum auf. Unter den Kleidern aus dem Baukasten, die ja in der Taille anliegen, würde man das aber wohl  trotzdem sehen.

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Am Donnerstag schon habe ich endlich ein UFO fertigggestellt, einen 10-Bahnen-Wende-Wickelrock, genäht nach meiner Interpretation eines gekauften Rockes. Ich habe dreierlei dünne Baumwollstoffe im Jeans-Look kombiniert. Der Sternchenrockteil ist etwas kürzer, sodass der Pünktchensaum des anderen drunter vorblitzt und das Dingen ist gar nicht schief, aber sieht auf den Fotos so aus. Da ich bei Entwurf des Rockes noch ein paar Kilo schwerer war, musste ich noch 2 KAM-Snaps für den Wickelteil gegenüber dem ursprünglichen Plan nachrüsten. Da ich aber die"erwachsenen" nehmen wollte und man die nicht überall nachkriegt, waren die Perlmuttfarbenen aus und ich habe mit roten aufgerüstet. Make it a gadget.



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Im März hatte ich dieses Kleid genäht nach dem Baukastenschnitt mit 3/4-Ärmeln und Kapuze, also einem Schnitt für kühlere Tage, aber klar aus einem Sommerstoff. Das passte nicht gut. Deshalb habe ich es geändert, einen sommerlichen Ausschnitt eingebaut und kurze Ärmel drangemacht. Besser. (Aber mir schon wieder zu weit, ich suche eine neue Besitzerin). 


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Vor lauter Frust über diese vergebliche Arbeit (ich hasse Änderungsschneiderei) habe ich am Freitag dann noch einen pastell-petroligen (gibt's das?) Stoff angeschnitten und ein bewährtes Kleiderbaukastenkleid in M genäht, mit Carmenausschnitt und A-Linienrock. Die Länge endet eine Handbreit oberhalb des Knies. Sehr schön. Sehr gut passend. (Der Puppe ist es wat eng). Damit war ich gestern dann gut angezogen.






Montag, 1. Mai 2017

Zand-Amsterdam-Rock-Hack


Ich besitze mehrere Röcke von Zand Amsterdam und auch mehrere von anderen Herstellern dieser (Wende-)Wickelröcke, die sich so schön dem persönlichen Bauchumfangsgefühl anpassen.
Einer meiner Zand-Röcke aber hing mehr im Schrank, als er mal rauskam, dieser hier, denn:

http://fs5.directupload.net/images/user/170426/r29u5r5j.jpg

Die rote Seite fand ich vom Stoff her nicht so toll und die blaue, wegen der ich den Rock eigentlich gekauft hatte, knitterte entsetzlich. Auf dem Foto ist der Rock frisch gebügelt. Mäh.

Also habe ich den Rockteil abgetrennt, den Schnitt abneommen, mich geärgert, wie ungleich das alles verarbeitet ist und alles neu vermessen...

Dann habe ich hochwertige, glatte Baumwollpopeline mit etwas weniger Knautschneigung und in meinen Farben gekauft und losgelegt.

Meine Hybris über die schlechte Verarbeitung des Originals ist mir aber blad im Halse stecken geblieben. Obwohl ich die Stoffe vorgewaschen und gebügelt und mit allergrößter Sorgfalt zugeschnitten und verarbeitet habe, musste ich am Ende doch ein bisschen tropisch bügeln, damit nix wellt. Nochmal Mäh.

Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen:


Der Rock ist nun etwas kürzer und hat hinten Abnäher - eine der Dauerbaustellen dieser Modelle: wegen des breiten Bundes und des geraden Schnittes sitzen sie nur so lala, wenn frau einen kurvigen Unterbau besitzt. Das ist jetzt deuttlich besser. Der Puppe passt es immer noch nicht, aber mir jetzt schon.