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Samstag, 19. Januar 2013

Richtig dicke Dinger!

Die Äpfel auf diesem Wunschstoff sind wahre VitaminBomben. Eigentlich wat groß für die  Zuschnitte einer Knotenbag. Die Taschenhenkel genau in den Rapport zu setzen hätte bedeutet, irrsinnige Verschnittmengen zu produzieren, sodass ich nur auf passenden Anschluss geachtet habe - der Rapport geht an der Seitennaht eh nicht auf, wär auch ein Wunder.

So sitzten nun auf der einen Seite heile Früchte,


auf der anderen angebissene und angeschnittene


und der "Popo" trägt einen runden, perfekten Apfel.


Innen ist die Tasche schlicht weinrot, aber natürlich wieder mit Schlüsselring versehen.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

...mit Tierchen drauf. Aber für große Jungs!



Kissen sind universelle Hilfsmittel. Man braucht sie notwendig zum Lesen, zum sich irgendwo gemütlich Hinknautschen, sie dienen als Laptophalter ebenso wie als Frühstückstisch...

Tierchen drauf sind immer beliebt, aber für große Jungs dürfen diese natürlich nicht mehr niedlich sein.

Das richtige Maß für niedliche wie unniedliche Kissen ist nach meinem Dafürhalten  60x40cm und von solchen Kissen braucht es viele! Ich unterschätze immer wieder den Aufwand des Kissennähens, denn man muss schon exakt arbeiten, damit es nachher auch passt. Ja, und das Arrangement der verdeckt eingesetzten KAM-Snaps auf der Rückseite schult bestimmt das räumliche Denken der Näherin *hust*. Meins braucht wohl noch etwas Übung - man kann Snaps auch mehrfach wieder entfernen, hab ich heute gelernt. Am Ende wurde aber alles gut.

Verwendet habe ich zwei aktuelle Riley-Blake-Stoffe. In den "Good Life Ornaments" kann man nach Belieben stundenlang allerhand getarnte Chamäleons suchen, im Textverlauf von "Zoofari" kommt dagegen allerhand Viechzeugs vor, nur kein Chamäleon. Gewissermaßen aber eben doch. Jetzt. Die Schablonierarbeit macht's möglich.

Schabloniert wurde erst weiß, deckend, dann gold, transparent. Das hält! Seit drei Tagen auf meinen Fingern, und da ist es nichtmal eingebrannt!

Hier hängen sie noch zum Trocknen, die Tierchen.


Die Rückseite ist jeweils aus dem anderen Stoff gefertigt. Damit man was zum Lesen dabei hat.

Oder damit man was zum Entdecken hat, wenn man sich das Kissen bei einem zu spannenden Film vor's Gesicht hält oder bei einem peinlichen Gespräch den Blick darauf senken muss.





Freitag, 13. April 2012

Utensilo für das Strickzeug

Groß genug für ein umfangreiches Strickzeug sollte es sein, genau auf die Fensterbank passen, zuzuziehen für unterwegs sollte es überdies werden. Und gut aussehen sollte es natürlich auch.

Ich habe also auf die mit Volumenvlies belegte Äpfelchenseite des Riesenutensilos (25x25 Grundmaß) 6 cm unterhalb des Randes von innen ein Schrägband aufgenäht und seitlich zwei Ösen eingeschlagen. Aus dem Oberstoff mit der Simplicity-Maschine gefertigtes, gefalzt zusammengenähtes Schrägband dient als Zugschnur. Der Kordelkanal stabilisiert das recht große Utensilo und markiert zugleich die Knickstelle.








Sonntag, 22. Januar 2012

Glückskekse

Bei Frau Liebe bin ich über die Idee des genähten Glückskeks gestolpert.
Gutschigutschis Anleitung mit Filz drunter hat mich mehr überzeugt.

Herausgekommen ist erstmal das hier:


Das war echte Kinderarbeit, weil meine beiden Söhne mit Feuereifer Filz geschnibbelt und Kreise genäht haben. Nur das kreisrunde Ausschneiden musste ich doch selber machen.
Bevor die Glückskekse zum Einsatz kommen, brauchen sie noch schlaue Sprüche innendrin. Ich sammle fleißig und freue mich über Ideen. Besonders hübsch finde ich immernoch "Hilfe, ich bin in einer Glückskeksfabrik eingesperrt, holt mich hier raus!". Oder auch "Hinfallen. Aufstehen. Krone richten. Weitergehen."

Dienstag, 13. Dezember 2011

Kissenhüllen und Hörnchenverpackung

Ein bisschen verspielt.
Ein bisschen floral.
Aber auch irgendwie kariert.

Samstag, 26. November 2011

Nochmal Filz gefilzt

Heute hatte ich meinen 2. Filzkurs: Hohlkörper. Abgesehen davon, dass meine Hände sich immernoch anfühlen wie frisch geölt, bin ich total angefixt. Entstanden sind eine Handyhülle
 und eine Blütenschale.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Wenn der Fernsehkrimi zu spannend ist

... oder das Gespräch auf dem Sofa zu langweilig wird, helfen diese Sofakissen pfeifen, zum Dahinterverstecken angst oder zum Draufstarren verlegen, denn:

Sie haben jede Menge Überraschungsdetails, witzige - unterschiedliche - Verschlüsse, bestickte Nähte - keine wie die andere - , ungewöhnliche Formate...

Und sie sind doch einfach große kuschelige Kissen mit herausnehmbarem, selbstverständlich waschbarem Inlett.



Freitag, 30. September 2011

Watermelon Man

Ich habe mal ausprobiert, ob ich auch Noten schablonieren kann. Und: Ich kann! Nun nervt es mich ungemein, dass dekorativ eingesetzte Noten meist vollkommen sinnentleert daherkommen. Warum, so dachte ich mir, nicht mal Jazz-Standards umsetzen? Diesen Prototyp hier trägt mein Ältester spazieren;, bevor ich soetwas professionell machen könnte, bräuchte ich jeweils einzeln die Genehmigung der Rechteinhaber. Ich schreibe schon fleißig Mails an die Musikverlage...

Ein kleines Taschenmonster

... für einen Nähwettbewerb.

Es besteht außen aus kräftigem Canvas in Herbstorange, innen aus gelbgemustertem Westfalenstoff. Es ist klein, nur 18x18x5 cm groß und hat der Innenappli wegen keinen Verschluss, allerdings eine RV-Innentasche und einen Schlüsselring zum Anclipsen der Brillanten oder was ihr so Wertvolles mitzuschleppen pflegt. Der Schultergurt lässt sich von kurz nach lang verstellen, damit passt das Taschenmonster kleinen Mädchen wie erwachsenen Frauen.




Freitag, 29. Juli 2011

Schablonieren - WIP Johnny-Mauser-Pullover

Ich kenne da einen kleinen Jungen, gerade 4, der ist ein grooooßer Mullewapp-Fan und wünscht sich einen Pullover (in gelb und rot), auf dem soll Johnny Mauser drauf sein. Aber wie? Ich hab mich fürs Schablonieren entschieden und möchte euch hier zeigen, wie das funktioniert.

Zuerst habe ich ein Bild aus dem großen weltweiten Netz gefischt, das Johnny Mauser in passender Pose zeigt:


Dann habe ich Johnny isoliert und auf die richtige Größe gebracht.


Ich hab mich für 2 Schablonen entschieden: Einmal die gesamte Kontur und dann einmal Details. Die werden später teils hell, teils dunkel, ich hätte also auch 3 Schablonen machen können. Aber man kann auch kleine Teile separieren, wie, zeige ich gleich, daher kam ich um 1x zu viel Schnippeln herum. So sehen die fertigen Schablonen (aus OHP-Folie) aus – man erkennt leider nicht viel.


Besser sichtbar wird’s, wenn sie auf dem Ausdruck der Maus liegen:


Nun die Schablonen von links mit „Stencil Fix“ einschmieren. Das Zeug ist Gold wert: Man bestreicht die Folie damit und nach einigen Minuten ist sie wie gummiert. Und bleibt so. Man kann sie nun auf dem Stoff festpappen, sie verrutscht nicht mehr und es läuft auch nix drunter, andererseits ist sie aber nicht bombenfest geklebt, was Schwierigkeiten beim Ablösen verursachen könnte und so evtl. die Schablone zur Einweg-Schablone macht, man kann sie gut reinigen und immer wieder verwenden. Alternativ könnte man Sprühzeitkleber verwenden, aber der zieht manchmal Fäden und lagert sich mit der Zeit auf der Schablone ab, oder man könnte die Schablone nur mit Tesakrepp auf dem Stoff fixieren, dann aber läuft ggf. Farbe unter die Ränder. Sieger nach Punkten also: Stencil Fix.



Jetzt wird die Konturenschablone auf dem Stoff aufgepappt. Dazu markiere ich mit dem Bügeleisen den Mittelpunkt (einmal längs, einmal quer mittig falten und bügeln) und platziere die Schablone dann gefällig. Festdrücken.



Jetzt beginnt die Kunst. Johnny ist grau, aber in der Zeichnung mit Schattierungen. Die versuche ich durch unterschiedliche Mischungsverhältnisse der weißen und schwarzen Stofffarbe (ich nehme immer die gut deckende für farbige Stoffe) ein bisschen nachzumachen. Mit den Naturschwämmchen (seit Jahahahren im Einsatz) geht das ganz gut. Sie schlucken allerdings ordentlich Farbe.


 Und nun lüften wir die Schablone.


Wenn das alles gut getrocknet ist, kommt Schablone 2 zum Einsatz. Die Augen und die Aussparung zwischen den Beinen, wo „Licht“ durchguckt, werden mit dem Stupfpinsel (für kleinere Stellen besser geeignet als das Naturschwämmchen, das ich sonst nehme) geweißelt. Die Stelle zwischen den Beinchen hätte eigentlich gelb wie der Hintergrund sein sollen, hab ich aber irgendwie grad nicht... also weiß. Sieht ein klein wenig obszön aus cool.


Und wieder nachschauen, was draus geworden ist:


Johnny guckt noch ein bisschen doof zunge - Dass jetzt einige Stellen, die später dunkel werden sollen, etwas Weiß abgekriegt haben, macht nix: da kommt einfach dunkel drüber. Ist schließlich die gute deckende Farbe.
Jetzt werden die eben geweißelten Stellen auf derselben Detailschablone mit Tesakrepp separiert und die Schablone (Johnny mit Tanga und Brille grinsen) wieder aufgelegt. Und dann wird mit dunkelgrau/schwarz getupft, wieder mit dem Schwämmchen.



Und – *Tadaaaa* Johnny ist fertig schabloniert.


Ein paar Kleinigkeiten werden nun noch nachgemalt: die Augen, die glänzende Nase, ein paar Linien, die Strubbelfrisur, ein paar Linien. Fertig ist Johnny.



Ich fand ihn aber noch ein bisschen unmotiviert in der Mitte rumstehend und hab ihn auf eine Wiese gestellt. Dann kann er auch ein Blümchen im Mund haben (im Original lehnt er ja an einem Strohballen und kaut auf einer Ähre – vor gelbem Hintergrund eher suboptimal). Hier die Endausführung:




 Und zum guten Schluss: Johnny Mauser aus Mullewapp, schabloniert und gemalt und in Großaufnahme:


Inzwischen habe ich Johnny bügelfixiert und er ist das Vorderteil eines rot-gelben Pullovers geworden, auf dessen Rückseite in Rot der Name des künftigen stolzen Besitzers prangt:


Für diejenigen, die jetzt angefixt sind, noch ein paar Daten:

Liste, was man alles braucht:

- Motiv, mittels Computer und Drucker auf richtige Größe gebracht
- mehrere Blatt Folie
- dünnen Permanent-Folienstift
- Cutter/Skalpell, Nagelschere und spitze kleine Stickschere oder sowas Ähnliches
- schnittfeste Unterlage (Schneidmatte zum Stoffzuschneiden oder dicke Pappe)
- 2-3 Naturschwämmchen (echt! alternativlos, kein Kunstschwamm kann das ersetzen)
- evtl. Stupfpinsel
- Stencil-Fix
- Stofffarben für dunkle Stoffe (decken gut, auch übereinander), ich hab jetzt die von Marabu genommen, die sind okay, DeKa soll besser sein
- verschiedene Pinsel
- Bogen nichtabfärbendes Unterlegpapier (Stoffarbe geht durch und man kleckert immer)
- Bügelbrett und Bügeleisen zum Fixieren
- viel Zeit

Die einzelnen Arbeitsschritte dauern nicht lange, aber zwischendrin muss die Farbe immer trocknen und der Stoff samt Unterlage blockiert einen großen Tisch.

Tatsächliche Arbeitszeit:

Schablonenzeichnen und -schneiden: etwa 1,5 Stunden

Schablonieren und Malen (ohne Wartezeit): etwa 1 Stunde

Fotografieren und einstellen: etwa 2 Stunden

Sich dran freuen: wochenlang grinsen




Sonntag, 10. Juli 2011

Kolibri auf Fuchsia

Der Auftrag lautete, eine Laptophülle zu bauen, die als "Hülle" am gestrengen Bibliothekar vorbeikommt (Taschen sind in der Bibliothek nämlich nicht erlaubt), die man sich dennoch mal eben über die Schulter hängen kann, wenn man freie Hände braucht. Ein Beutelchen für Netzteil und Maus sollte zum Anhängen dabei sein. Die Entscheidung fiel auf fuchsia-farbenen Wollfilz und ein edles Futter im Tilda-Stil. Zudem sollte ein Kolibri die Taschenklappe zieren.

Dieser Teil hat mit einiges Kopfzerbrechen bereitet, schließlich aber war die Vorzeichnung geschafft und ich habe erstmals mit meiner aus der Reparatur zurückgereisten, jetzt endlich exakt justierten Elna und zur Feier des Tages mit richtigem Stickgarn appliziert. Voilà:


Dass ich exakt gearbeitet habe, kann man dan der Abseite der Stickerei sehen:

Und so sieht die fertige Tasche aus:

Das anhängende Beutelchen hat Ösen mit meinem ganz neuen Spielzeug, der Vario-Zange verpasst bekommen. Meine Güte, wie bin ich bloß bislang ohne dieses Teil ausgekommen? Sie geht zum Vorlochen durch den Stoff wie durch Butter und die Ösen sitzen ohne viel Fummelei mit einmal herzhaft Zudrücken einwandfrei. Den Karabiner hab ich von meinem Berlinbesuch letzte Woche mitgebracht, da war ich bei Frau Tulpe ;)

Der Vollständigkeit halber noch ein Blick in den Schlund:





Mittwoch, 8. Juni 2011

Nur Gepimptes

... war möglich zwischen den Klausurenstapeln auf dem Schreibtisch.


Zunächst brauchte meine Lieblingsplanentasche eine neue Klappe. Bei der alten hatte ich elastisches Kantenband verwendet, was sich als zu wenig abriebfest erwies. Für die neue Klappe hat mein Ältester einen Gummihummer rausgerückt, der jetzt unter Fensterfolie rumschwimmen darf.


Hier hat eine olle, verfleckte Kinder-Jeansjacke ein bisschen Farbe bekommen.